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20 Jahre Insolvenzhilfe Prignitz e.V.: Bürgermeister Axel Schmidt besucht Tag der offenen Tür

Perleberg, den 08.​12.​2025
Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Einen Geldbaum bekommt Bürgermeister Axel Schmidt von IHP-Geschäftsführerin Birka Kout überreicht.
Lupe

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es den Verein IHP, die Insolvenzhilfe Prignitz. Fast genauso lange existiert die Beratungsstelle am Bahnhofsplatz 8 in Perleberg. Am vergangenen Dienstag hatte die Insolvenzhilfe zum Tag der offenen Tür eingeladen. Zu den Gästen gehört auch Bürgermeister Axel Schmidt. Er überbringt Vorstand, Geschäftsführung und den Mitgliedern die Glückwünsche der Rolandstadt Perleberg. In Gesprächen informiert er sich über die Arbeit des Vereins.

 

In ihrer kurzen Ansprache berichtet Vorstandsvorsitzende Ute Inter darüber, dass die Insolvenzhilfe Prignitz bisher Entschuldungen in Höhe von 116.970.554 Euro in 2.878 Insolvenzen erreichen konnte. 

 

Dank der Unterstützung der ARD-Fernsehlotterie und der Glücksspirale konnte der 2005 gegründete Verein die Räumlichkeiten am Bahnhofsplatz anmieten und die ersten Mitarbeiter einstellen. Weitere Unterstützung kam vom Landkreis Prignitz, der Bundesagentur für Arbeit, dem Landesamt für Soziales und Versorgung, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und dem Integrationsamt.

 

Gegründet wurde der Verein vor 20 Jahren mit dem Ziel, Menschen in besonderen Lebenslagen und finanziellen Notsituationen zu helfen. Wie wichtig diese Arbeit ist und dass diese den Menschen hilft aus Krisensituationen herauszukommen, berichtet sehr emotional eine ehemalige Klientin. Diese habe in der Zeitung vom Tag der offenen Tür gelesen, sich entschlossen diesen zu besuchen. „Nicht zuletzt auch, um mich bei der Insolvenzhilfe zu bedanken“, sagt sie. Als sie damals den Schritt machte, die Insolvenzhilfe aufsuchte, da ging es ihr sehr schlecht. Sie sei am Ende gewesen, so die Klientin rückblickend. „Der Insolvenzhilfe habe ich zu verdanken, dass es mir heute wieder gut geht.“ Die Mitarbeiter der Insolvenzhilfe haben sie auf dem Weg durch das Insolvenzverfahren begleitet.

 

Im Laufe der der Veranstaltung, zu dem auch zahlreiche Netzwerk-Partner gekommen sind, wird immer wieder unterstrichen, dass Präventionsarbeit bereits in der Kita beginnen müsse. Kinder und Jugendliche müssten von Klein an den Umgang mit Geld lernen. Zahlreiche Kinder- und Jugendprojekte gab es bei der IHP bereits, die auch ausgezeichnet wurden. Dass auch diese Arbeit aufgenommen wurde, ist der ehemaligen Geschäftsführerin Marlies Schmidt zu verdanken. Sie war am Dienstag ebenfalls gekommen, verdeutlichte vor Landrat und Bürgermeister, dass für diese Arbeit Personal notwendig sei.

 

Wer finanzielle Probleme habe, der solle sich frühzeitig an die Insolvenzhilfe wenden. Es müsse nicht erst der Punkt erreicht werden, bei dem die Mitarbeiter einen großen Korb voller ungeöffneter Briefe überreicht bekommen. Klienten, die den Weg zur Insolvenzhilfe gegangen sind, wissen, dass der erste Schritt Überwindung kostet, weil man sich schämt. „Doch es lohnt sich. Denn hier haben wir Hilfe bekommen.“ Sätze, die immer wieder zu hören sind.

 

Wer sich an die Insolvenzhilfe Prignitz wenden möchte, der findet die Beratungsstelle des Vereins am Bahnhofsplatz 8. Geöffnet ist diese montags von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, dienstags von 8.30 bis 12 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, individuelle Termine unter der Rufnummer 03876 307491 zu vereinbaren.

 

 

Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Einen Geldbaum bekommt Bürgermeister Axel Schmidt von IHP-Geschäftsführerin Birka Kout überreicht.

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