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Organisatoren und Besucher sind sich einig: KulTOURnacht soll sich im Veranstaltungskalender der Rolandstadt etablieren

Perleberg, den 29.​10.​2025
Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Die Band „Teenage Dream“ der Kreismusikschule Prignitz gestaltet die Eröffnung im Speicher musikalisch.
Lupe

Die Perleberger KulTOURnacht ist bei den Perlebergern und ihren Gästen angekommen und wird von ihnen angenommen. Selbst das nass-kalte Wetter am Sonnabend hielt sie nicht davon ab, die zahlreichen Angebote der Kunst- und Kulturschaffenden zu nutzen. 

 

Hagen Boddin, zweiter stellvertretender Bürgermeister, begrüßte im Speicher am Schuhmarkt die zahlreichen Besucher zur Eröffnung. „Nach der erfolgreichen ersten KulTOURnacht im vergangenen Jahr, gibt es nun die zweite Auflage“, so Hagen Boddin. 13 Vereine und Institutionen sind an diesem Abend dabei. Hagen Boddin freut sich, dass der Speicher als einer der Veranstaltungsorte ausgewählt wurde, denn so könnten die Besucher sehen, wie sehr er sich verändert hat, mit Fördermitteln aus dem Programm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren so hergerichtet wurde, um jetzt als Veranstaltungsort genutzt zu werden. 

 

Mit den Worten „Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne und inspirierende KulTOURnacht 2025!“ übergibt er an Maria Kwaschik, Jens Knauer und David Dreker vom Organisationsteam, die das Programm vorstellen.

 

Danach ist endlich die Zeit für den Auftritt der Band „Teenage Dream“ der Kreismusikschule Prignitz. Die jugendlichen Bandmitglieder sind an diesem Abend nur ein Beispiel für die Jugendbeteiligung. „Ich finde es ganz toll, dass sich so viele junge Leute an der KulTOURnacht beteiligt haben“, sagt Jens Knauer in einem ersten Fazit am Montag. In der katholischen Kirche war der 17-jährige Jason-Luca Brier zu erleben. Der junge Mann, der sich autodidaktisch das Gitarre- und Klavierspiel beigebracht hat begeisterte die Zuschauer neben der Sängerin Virginia Häfner. Diese präsentierte sich an diesem Abend mit Gospel, Jazz und Pop.

 

Jugendliche waren ebenfalls die Hauptakteure in der Alten Post. Der Verein Plan P e.V. zeigte verschiedene Videoproduktionen, unter anderem den Film „Was bedeutet Musik für mich“. In den Interviews haben alle Gesprächspartner festgestellt, dass sie ohne Musik nicht leben könnten, denn für viele beginnt der Tag schon mit Musik. Ein circa 16-Jähriger hat auf die Frage, was er machen würde, wenn es die Musik nicht geben würde eine klare Antwort: „Dann würde ich die Musik erfinden!“

 

Außerdem ist eine ausdrucksstarke Fotoausstellung zu sehen, die die Besucher und die Jugendlichen immer wieder miteinander ins Gespräch bringt.

 

Geöffnet sind in der KulTOURnacht alle drei Perleberger Museen. In allen drei Häusern sind die Verantwortlichen mit dem Abend zufrieden. Im Stadt- und Regionalmuseum besuchten 85 Besucher die Ausstellung, folgten den verschiedenen thematischen Führungen. So begab sich Renate Groenewegen mit den Gästen auf die Spuren des Königsgrabes von Seddin, während Hans Groenewegen Einblicke in die Fossiliensammlung Wilhelm Ratigs gewährte. Gordon Thalmann sprach über sakrale Kunstwerke, Roberto Böhler über seine aktuelle Schaufensterausstellung auf dem Schuhmarkt und Torsten Foelsch über Perlebergs Stadt- und Garnisongeschichte.

 

Gisela Freimark vom DDR-Geschichtsmuseum konnte 70 Besucher begrüßen. Es gab eine positive Resonanz, denn nicht wenige Gäste haben dieses Museum neu entdeckt, wussten nicht, was hier alles zu sehen und zu erfahren sei, so Gisela Freimark. 

 

Zufrieden mit der Resonanz waren auch die Mitglieder des Vereins Oldtimerfreunde Perleberg, die in ihrem Oldtimer- und Technikmuseum Fahrzeuge und Technik präsentierten, mit den Gästen immer wieder ins Gespräch kamen. Selbst kurz vor dem Schließen, kamen noch einige Besucher, sahen sich in der Halle um.

 

Trotz des regnerischen Wetters waren auch die Stadtführungen gut besucht. Gemeinsam mit Stadtführer Jens Nering begaben sich 22 Interessierte unter ihren Regenschirmen auf eine Altstadttour. Etwas später folgten 20 Gäste dem Senfmüller Jürgen Schmidt durch die Stadt.

 

Eine gute Resonanz hatten auch die Ausstellungen. Im Atelier am Schumarkt war der Künstler Jan Wuttke vor Ort. Gemeinsam mit Tatjana Senz und Steven Burgschweiger stellt er hier seine Werke in der Ausstellung „Zwischentöne“ aus. Jan Wuttke traf hier auf ein sehr interessiertes Publikum, kam mit vielen Besuchern ins Gespräch und führte einen spontanen Workshop durch.

 

Zufrieden zeigt sich auch Rolf Sellmann, der an diesem Abend im Judenhof Gemälde aus der Serie „This is (not) a landscape!“ ausstellte. Er führte viele Gespräche. Darüber hinaus informierte Rainer Meißle über die Geschichte des Judenhofs. Ansonsten ging es hier mit dem GroßPankChor und „Los Village“ eher musikalisch zu.

 

Der Knödelclub präsentierte an diesem Abend Kunst und Musik. Philip Angermaier aus Groß Schmölen stellt Acrylarbeiten aus und Jo Hansen aus Groß Pankow ist mit Holzdruckarbeiten vertreten. Auch diese beiden Künstler freuten sich über das rege Interesse der Besucher, die mit ihnen intensive Gespräche führten. Für den musikalischen Part an diesem Abend sorgten der Gitarrist Max Herzog und David Jonitz (Sopransaxophon).

 

Im StadtLabor war an diesem Abend das „La Patka“ zu Hause, bot polnische Pierogi an. So war hier in der KulTOURnacht ein beliebter Anlaufpunkt, zum Essen und Trinken, Gespräche führen oder der Autorin Ursula Kramm-Konowalow bei ihren Lesungen zuzuhören. Von hier aus startete auch die Rikscha zum DDR-Geschichtsmuseum.

 

Die Perleberger und ihre Gäste waren überall in der Stadt unterwegs, besuchten auch noch die Sankt-Jacobi-Kirche und das Kulturkombinat. Die KulTOURnacht sorgte für Kultur satt und präsentierte dabei die Vielfalt der Perleberger Kulturlandschaft. Am Ende sind sich viele einig, wenn sie sagen: „Wir freuen uns schon auf die dritte Auflage der KulTOURnacht im kommenden Jahr!“

 

Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Die Band „Teenage Dream“ der Kreismusikschule Prignitz gestaltet die Eröffnung im Speicher musikalisch.

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