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Konzept zur Entwicklung der Kaiserlichen Kasernen bringt Perleberg weiter voran bei der aktiven und nachhaltigen Stadtentwicklung

Perleberg, den 16.​10.​2025
Foto: 24MORE/Philipp Falkenhagen | Ronald Otto erklärt den Gästen aus der Landeshauptstadt das Vorhaben.
Lupe

Die Erinnerungen an die Zeiten, als Perleberg zu den Garnisonsstädten gehörte, sind allgegenwärtig. Die Kaiserlichen Kasernen in der Kurmärker Straße sind seit dem Abzug der Sowjetarmee im August 1994 verweist, stehen die meisten Gebäude leer, harren ihrer Wiederbelebung. Dies will die GWG Wohnungsgesellschaft mbH Perleberg/Karstädt angehen. Jetzt geht es darum, Politik und Investoren für dieses Vorhaben zu gewinnen. GWG-Geschäftsführer Ronald Otto und das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Prignitz nutzten daher im vergangenen Monat das Landesfest, den BRANDENBURG-TAG, um Politik, Wirtschaft und der Bürgerschaft das Vorhaben vorzustellen.

 

Auf Interesse stieß das Vorhaben auch bei den Vertretern der Landesregierung, die in der Stadt weilten. Und so erfuhren der stellvertretende Ministerpräsident und Minister der Finanzen und für Europa Robert Crumbach, der Minister für Infrastruktur und Landesplanung Detlef Tabbert sowie der Staatssekretär in der Staatskanzlei und Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund David Kolesnyk Einzelheiten zu dem Vorhaben.

 

Die GWG hat in den vergangenen zwei Jahren ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Ergebnis dieser Arbeit ist, dass das Wohnungsunternehmen rund 4.000 Quadratmeter Fläche mit zwei Bestandsgebäuden erworben hat. „Gemeinsam mit internationalen Architekten wollen wir hier ein Gesundheitsobjekt auf drei Etagen realisiert werden“, so Ronald Otto. „Es werden Angebote geschaffen, sodass verschiedene Ärzte, Physiotherapeuten und Einrichtungen im Bereich Gesundheitsvorsorge sich einmieten oder erweitern können – mit dem Ziel, das Versorgungsangebot in Perleberg und der Prignitz zu stärken.“ Untermalt wurden diese Vorstellungen von einer Ausstellung und Videopräsentation. 

 

Doch auch in den anderen zwischen 1903 und 1909 errichteten Gebäuden stecke Potenzial. Darin sind sich TGZ, GWG-Geschäftsführer Ronald Otto sowie der Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative Westprignitz Lutz Lange einig: Auf Grund der architektonischen Einzigartigkeit und der Nähe zum Stadtzentrum bietet das Kasernengelände weitere Möglichkeiten zur Entwicklung eines neuen und integrierten Stadtquartiers. Das Areal soll zu einem neuen Identifikationsstandort der Stadt entwickelt werden. Im durchgeführten Entwicklungsverfahren wurde deutlich, dass sich die Baudenkmale sowohl für Wohn- und Bürozwecke als auch für ruhige gewerbliche, dienstleistungsbezogene oder medizinische Nutzungen eignen.

 

Die beiden Minister haben viele Eindrücke nach diesem Besuch mit in die Landeshauptstadt genommen, wie im Nachgang zu erfahren ist. „Es freut mich außerordentlich, dass in die ehemaligen Kaiserlichen Kasernen in Perleberg wieder Leben einzieht. Dass es ein Ort mit einer neuen, zivilen Nutzung werden soll“, sagt der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister Robert Crumbach. „Vielerorts im Land ist genau das schon gelungen. Ehemals militärisch genutzte Flächen der sowjetischen Truppen haben eine neue, zivile Nutzung. Alte Kasernen werden heute als Wohnungen, Bildungsstätten oder wie hier in Perleberg medizinische Einrichtungen genutzt. Wir haben als Land dieses Jahr die Fläche übertragen. Nun sollen die Gebäude entsprechend der Zielsetzung der Stadt zu einem medizinischen Zentrum umgebaut werden. Dabei kommt das Stabsgebäude für Arzt- und Physiotherapiepraxen in Frage. Im Sinne der Brandenburgerinnen und Brandenburger wünsche ich dem Projekt alles erdenklich Gute!"

 

„Das Konzept für die Kaiserlichen Kasernen in Perleberg zeigt eindrucksvoll, wie eine sinnvolle Nachnutzung historischer Gebäude möglich ist“, so Infrastrukturminister Detlef Tabbert. „Durch die geplante Verbindung von Wohnen, Arbeiten und sozialen Angeboten kann das Areal zukünftig einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge und zur Lebensqualität im Quartier leisten. Zugleich bleibt das bauliche Erbe erhalten und wird in einen zeitgemäßen Kontext eingebunden."

 

Insgesamt besteht das Ensemble aus sieben Einzeldenkmalen, die über eine Gesamtnutzfläche von circa 10.700 Quadratmeter verfügen. Die Sanierungskosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf insgesamt 50 Millionen Euro.

 

Bild zur Meldung: Foto: 24MORE/Philipp Falkenhagen | Ronald Otto erklärt den Gästen aus der Landeshauptstadt das Vorhaben.

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