Gedenkveranstaltung im Rathaus: Perleberg gedenkt am Holocaust-Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee der Sowjetunion das Vernichtungslager Auschwitz. Mehr als eine Million Menschen wurden dort ermordet. Etwa sechs Millionen politische Oppositionelle sowie rassistisch und sozial Verfolgte starben in den Konzentrations- und Vernichtungslagern der Nationalsozialisten. Bei der Befreiung fanden die Soldaten der Roten Armee dort unter anderem Zehntausende Paar Schuhe, Hunderttausende Kleider und Anzüge sowie mehr als sieben Tonnen Menschenhaare. Zwangsarbeit, Unterdrückung, Demütigung, Misshandlung, Gewalt, Krankheit, Hungersnot, Tötung – die psychischen und physischen Gräueltaten, welche die Menschen erleiden mussten, können schier endlos aufgezählt werden und dennoch lässt sich dieses unaussprechliche, unvorstellbare Schrecken kaum in Worte fassen. Auschwitz war eine Tötungsfabrik.
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.“ Mit diesem Appell erklärte der Bundespräsident Roman Herzog (1934-2017) im Jahre 1996 den 27. Januar zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit 2005 gilt dieser Tag – beschlossen von der Generalversammlung der Vereinten Nationen – auch als internationaler Holocaust-Gedenktag. Wir gedenken der unzähligen Opfer der systematischen, planmäßig betriebenen und auf die völlige Auslöschung ausgerichteten Massenvernichtung von Juden in den Konzentrationslagern während der nationalsozialistischen Diktatur und des Zweiten Weltkriegs.
Mit ihrer Gedenkveranstaltung am 27. Januar um 10 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses, Großer Markt 1a, möchte die Rolandstadt Perleberg erneut an die ungeheuerlichen Verbrechen des Nationalsozialismus, an die mörderischen Folgen jener menschenverachtenden Diktatur und von skrupellosem Machtmissbrauch gegen das eigene und andere Völker erinnern und die ständige Mahnung wiederholen: nie wieder!
Die Gedenkveranstaltung wird auch in diesem Jahr gemeinsam mit Schülern und Lehrern des Gottfried-Arnold-Gymnasiums gestaltet. Neben Bürgermeister Axel Schmidt werden Dr. Caroline Hähnel vom Förderverein Judenhof Perleberg sowie Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor a. D. der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten sprechen.
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