Bachs Weihnachtsoratorium stimmt in der Sankt-Jacobi-Kirche auf Weihnachten ein

Perleberg, den 22.​12.​2025

Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach ist für viele mit Weihnachten verbunden. Am 25. Dezember 1734, vor fast 300 Jahren, erlebte es in der Leipziger Nikolaikirche seine Uraufführung. Gesungen wurde das Oratorium damals vom Thomanerchor.

 

Inzwischen wird das Weihnachtsoratorium kaum noch im Rahmen eines Gottesdienstes gespielt, für diesen es Bach komponiert hatte, sondern als vorweihnachtliches Konzert. Die Ludwigsluster Kantorei und Wilsnack Cantabile, begleitet vom Barockorchester Leipzig, sorgen dafür, dass nun auch der Sankt-Jacobi-Kirche der berühmte Einleitungschor „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“ durch das Kirchenschiff hallt.

 

Kantor Andreas Behrendt begrüßt die zahlreichen Konzertbesucher, die die Kirche am Sonntagabend füllen. Er stellt die Ausführenden des Abends vor. Neben den bereits genannten sind dies die Solisten Birgit Bockler (Sopran/Bad Wilsnack), Franziska Buchner (Alt/Berlin), Jannes Mönninghoff (Tenor/Wiesbaden) und Jeroen Finke (Bass/Grasberg) sowie der Kinderchor aus Schülern der Rolandschule.

 

Mit Pauken und Trompeten eröffnet der Chor das Oratorium. Und so erleben die Konzertbesucher an diesem Abend die vertonte Weihnachtsgeschichte. In den drei aufgeführten Kantaten wird von der Geburt Jesu im Stall, den Hirten auf dem Feld, die schließlich zur Krippe eilen, berichtet. 

 

Der Ludwigsluster Kantor Jannes Wendt ist als musikalischer Leiter an seine einstige Wirkungsstätte zurückgekehrt. Als Musikschüler und später als Vakanzkantor hat Wendt schon zahlreiche Konzerte in der Kirche gestaltet. Die Aufführung des Weihnachtsoratoriums war der Höhepunkt seiner Auftritte in Perleberg. Das Publikum ist begeistert, stehende Ovationen am Ende, sodass es mit „ich steh an deiner Krippe“ noch eine Zugabe gibt.

 

„Das war ein tolles Konzert.“ „Das durfte man sich doch nicht entgehen lassen.“ „So voll war die Kirche noch nie.“ Sätze, die an diesem Abend nach der Aufführung immer wieder zu hören sind. Und so begleitet die Menschen die Melodie von „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“ hinaus in die kühle Winternacht, eingestimmt auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

 

Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill