Bankettsanierung an der Ortsdurchfahrt Rosenhagen und Teilerneuerung des Spielplatzes

Perleberg, den 08.​12.​2025

Volksfeststimmung herrscht am Dienstagnachmittag im Perleberger Ortsteil Rosenhagen. Auf der Freifläche vor der Dorfkirche haben sich zahlreiche Einwohner versammelt, steht ein Imbiss- und Getränkewagen, stehen Feuerschalen und Sitzgarnituren. Vorbeifahrende Autofahrer fahren langsam vorbei, blicken neugierig auf das Geschehen.

 

Diese Volksfeststimmung haben zwei Übergaben ausgelöst. So wurden auf einer Länge von circa 1.300 Metern die Bankette an der Ortsdurchfahrt der Landesstraße 101saniert und der Spielplatz konnte Dank einer umfangreichen Spendensammlung teilerneuert werden. Und so begrüßt Bürgermeister Axel Schmidt die Rosenhagener und ihre Gäste „zur doppelten Einweihung und Übergabe“. 

 

 

Teilerneuerung des Spielplatzes aus Spendengeldern

Dann übergibt er das Wort an den Mann weiter, der mit seiner Aktion etwas für die Kinder gemacht hat, an Wolfgang Noppel. Er brachte eine einzigartige Spendenaktion auf den Weg, bei der bis Juli 20.595 Euro zusammenkamen und eine Sachspende in Form von Spielsand.  Wolfgang Noppel bedankt sich an diesem Dienstagnachmittag bei allen Spendern, die dieses Projekt und seine Realisierung möglich machten. „Egal ob es ein Euro war oder eine größere Spende, alles kam der Erneuerung des Spielplatzes zu Gute.“ Dabei dankt er auch seiner Frau, die ihm bei der Aktion immer wieder den Rücken freigehalten hat. „Ich hoffe, dass viele Kinder kommen, sie der neue Spielplatz glücklich macht. Dann haben wir alles richtig gemacht“, so Wolfgang Noppel, der eigentlich nicht so im Mittelpunkt stehen will. Doch jetzt ist er glücklich und zufrieden, freut sich über die Kinder, die die neuen Spielgeräte schnell in Besitz genommen haben, alles ausprobieren. „Der Spielplatz ist jetzt schön“, sagen die Jungen und Mädchen. Oder sie rufen einfach nur „Toll!“ beim Spielen ihren Eltern oder Großeltern zu.

 

Die Gerätewahl fiel auf ein Pferdefuhrwerk mit Sandspielbereich und eine Kuhwippe für vier Kinder, denn es sollte – so wie in anderen Ortsteilen bereits realisiert – ein besonderes Spielerlebnis werden mit dörflichem Charakter und welches es in Perleberg und Umgebung noch nicht gibt. Die Geräte wurden von der Firma Spielart GmbH aus Laucha in Thüringen geliefert, die sich auf die Produktion individueller Spielgeräte aus Robinie spezialisiert hat. Die Montage erfolgte durch die Firma Riha Spielplatzservice GmbH aus Gallentin. Der Betriebshof der Stadt führte die Herstellung des Fallschutzbereiches und die Auffüllung mit Spielsand durch.

 

Zu den größeren Spendern gehörten die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz, die 3.000 Euro für den Spielplatz spendete sowie die Bank VR PLUS Altmark-Wendland. Ihre Spendenbotschafterin Angelina Duks überreichte vor Ort einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro.

 

 

Bankette auf 1.300 Meter Länge saniert

Die L 101 in der Ortslage stand bei den Dorfbewohnern seit Jahrzehnten in der Kritik. Fuß- und Radweg sind Fehlanzeige, dafür Kopfsteinpflaster, das seit über 100 Jahre hier zu finden ist. Zwar müssen die Rosenhagener weiterhin mit dem Kopfsteinpflaster leben, aber auf eine Länge von circa 1.300 Metern wurden einseitig die Bankette saniert. Die Rosenhagener zeigen sich über das Ergebnis zufrieden, ganz besonders Helga Franke. Die 90-Jährige ist die älteste Einwohnerin des Dorfes. Zu ihrem Geburtstag im Januar hatte sie dem Bürgermeister ihr Leid geklagt. Sie ist dabei, als die Übergabe der neuen Bankette erfolgt, schneidet mit dem Bürgermeister, der Ortsvorsteherin und den Vertretern der beteiligten Unternehmen das symbolische Band zur Freigabe durch.

 

Bürgermeister Axel Schmidt bedankt sich noch einmal beim Landesbetrieb für Straßenwesen, ganz besonders beim scheidenden Regionalleiter Frank Schmidt. „Ich bedaure, dass er heute nicht persönlich nach Rosenhagen kommen konnte“, so das Stadtoberhaupt. „Denn ihm ist es zu verdanken, dass wir dieses Projekt umsetzen konnten.“ Bei diesem Projekt hat die Stadt Perleberg, vertreten durch das Bauamt und den Sachbearbeiter Tiefbau Guido Britz, die Maßnahme durchgeführt. Die Kosten in Höhe von circa 716.800 Euro für Bau und Planung übernahm der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. „Diese gute Zusammenarbeit sollten wir fortsetzen“, sagt Axel Schmidt in Richtung der anwesenden Vertreter des Landesbetriebes.

 

Gebaut wurde vom 17. März bis zum 5. November. Die Planung und Baubegleitung lag in den Händen der Ingenieurgesellschaft Hindrick Stüvel mbH Ludwigslust. Die Arbeiten vor Ort führte die A.G. Gutsche Tiefbau GmbH aus Wittenberge durch. Die archäologische Baubegleitung übernahm die pmp Projekt GmbH aus Brandenburg an der Havel.

 

Die Dorfbewohner sind zufrieden, danken den Bauarbeitern, die ebenfalls vor Ort sind. Ortsvorsteherin Sonja Franke war stets bei den wöchentlichen Bauberatungen dabei, habe hier immer die Meinungen und Kritiken der Bürger eingebracht. Für Rosenhagen habe sich ein Stück Lebensqualität verbessert, sagt sie.

 

Anschließend kommen Dorfbewohner mit den anwesenden Politikern, den Mitarbeitern des Bauamtes und den Bauarbeitern ins Gespräch, freuen sich über die positiven Veränderungen, die es für Rosenhagen gebracht hat. 

 

Bild zur Meldung: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Bürgermeister Axel Schmidt (4.v.r.) schneidet mit Vertretern des Landesbetriebs Straßenwesen, beteiligter Unternehmen, Stadtverordneten, dem Landtagsabgeordneten und Rosenhagener Bürgern das symbolische Band durch.