Ein Jahr Dorfverein Quitzow: Mitglieder wollen den Perleberger Ortsteil weiter voranbringen

Perleberg, den 11.​11.​2025

Sieht man von den Vorbereitungen einmal ab, so beginnt mit dem 12. November 2024 die Geschichte des Dorfvereins in Quitzow. Denn an diesem Tag haben sich 30 Einwohner in der Dorfkirche zusammengefunden, um über eine Vereinsgründung zu beraten. „Wir haben an diesem Abend alles auf den Weg bringen können, die notwendigen Beschlüsse gefasst“, erinnert sich Steffen Krüger, Vorsitzender des Dorfvereins Quitzow rückblickend. „Die Satzung wurde ebenso verabschiedet, wie der Vorstand gewählt.“ Neben Steffen Krüger gehören diesem Maren Plume (stellvertretende Vorsitzende) und Sonja Thiel (Kassenwart) an. Zum erweiterten Vorstand gehören Katrin Sauer und Annika Jura.

 

Der Gründungsversammlung folgten die ganzen notwendigen bürokratischen Schritte: Anmeldung beim Finanzamt, Eintragung ins Vereinsregister und was sonst noch alles dazu gehört. „Seit dem 6. Juni sind wir offiziell ein eingetragener Verein, dürfen uns nun Dorfverein Quitzow e.V. nennen“, so Steffen Krüger. „Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erfolgte am 5. September.“

 

Doch auch in dieser Zeit sei der neue Verein nicht untätig gewesen. Inzwischen gehören 59 Mitglieder dem Verein hat, hat sich also die Mitgliederzahl im ersten Jahr fast verdoppelt. Doch darauf will sich der Vorstand nicht ausruhen. „Wir wollen so viel Quitzower wie möglich davon überzeugen, Mitglied in unserem Verein zu werden, um gemeinsam das Dorf voranzubringen.“ Mit dem bereits vorhandenen Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr will man dabei nicht in Konkurrenz gehen, schließlich gehe es beiden Vereinen um die Belebung des Dorflebens. „Es gibt inzwischen einige Einwohner, die in beiden Vereinen Mitglied sind“, erzählt der Vorsitzende des Dorfvereins.

 

Die Hauptziele des Dorfvereins sind klar formuliert: „Wir wollen das Dorf voranbringen, das Gemeinschaftsgefüge ausbauen und die Jugend- und Altenhilfe“, so Steffen Krüger. Auch wenn das erste Jahr mit vielen bürokratischen Aufgaben gefüllt war, so konnte doch schon einiges für Quitzow erreicht werden. Erst jüngst konnten die Baumbänke und weitere Sitzgelegenheiten an der Dorfkirche offiziell übergeben werden. Bei der Realisierung dieses Bürgerhaushalts-Projektes waren die Dorfvereinsmitglieder ebenso aktiv wie bei der Einreichung des Vorschlages für den Bürgerhaushalt 2026. Zwei Geschwindigkeitsanzeigetafeln sollen künftig dafür sorgen, dass die Kraftfahrer nicht mehr so durchs Dorf rasen. „Daher machen wir Werbung für die Abstimmung, die jetzt ansteht, um genügend Stimmen zu bekommen“, so der Vereinsvorsitzende.

 

Er kann auch ein weiteres Erfolgserlebnis verkünden. „Wir haben jetzt von der LAG Storchenland den Bescheid bekommen, dass wir Fördermittel für unseren Grillplatz bekommen. Dieser soll Anfang des nächsten Jahres entstehen.“ Steffen Krüger und die Vereinsmitglieder hoffen, dass er zum Frühlingserwachen eingeweiht werden kann. Diese Veranstaltung, die eine Woche vor Ostern stattfindet, wird die erste Veranstaltung sein, mit dem der Verein sich dann auch öffentlich präsentiert, und zu dem er nicht nur die Quitzower einlädt.

 

Mit dem Grillplatz, der auf dem Spielplatz entstehen soll, wird dieses Gelände aufgewertet. „Er hat sich in den vergangenen Jahren zum Dorftreffpunkt entwickelt“, sagt Steffen Krüger. Und er zählt eine weitere Aktivität des ersten Jahres auf: „Der Stromanschluss ist jetzt auf dem Gelände auch gesichert. Über den Dorfverein haben wir einen Stromzähler angemeldet und der Anschluss ist verschließbar, um ihn vor Missbrauch zu schützen.“ Steffen Krüger vergisst dabei nicht Ortsvorsteher Armin Schwarz, der in seiner Funktion dieses Projekt angeschoben habe.

 

Für die Zukunft gibt es einige Themen, denen sich der Verein annehmen möchte. Da geht es unter anderem um die Erweiterung der Windparks. „Hier wollen wir uns an der öffentlichen Debatte ein Verein einbringen, wollen auch sehen, in wie weit der Ortsteil von den Windkraftanlagen und den Kommunalabgaben profitieren kann.“ Ein weiteres Thema bleibt der fehlende Gemeinderaum in Quitzow.

 

Erst einmal nur für die Quitzower soll am 30. November das Adventssingen in der Dorfkirche stattfinden. „Natürlich schicken wir keinen weg, der an diesem Tag von außerhalb kommt“, sagt der Vereinsvorsitzende. Mit dabei ein Weihnachtsmannhelfer. Und es wird auch eine Weihnachtsgeschichte geben. Im kommenden Jahr ist das Adventssingen dann für den 29. November geplant. Einige Ideen zum Ausbau der Veranstaltung gibt es schon. Die will der Vereinsvorsitzende aber nicht verraten. Und zwischen Frühlingserwachen und dem Adventssingen ist am 19. September noch das Erntefest als kleines Dorffest geplant. 

 

Viele kleine Sachen gibt es schon in der Ideensammlung. Dazu gehören ein Skat- und Rommé-Abend, die Litfaßsäule soll mit Kindern gestaltet werden und es wird über eine Fledermaushotel und ein Storchennest nachgedacht. Außerdem wollen die Quitzower auch in den kommenden Jahren Projekte für den Bürgerhaushalt einreichen.

 

Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill