Perleberger Bürgerhaushalt: Zwei Rundbänke stehen jetzt vor der Kirche
Wenn es darum geht, ihr Dorf voranzubringen, es schöner zu machen, sind die Dorfbewohner dabei. Zu diesen Dorfbewohnern gehören auch Ingo und Anne-Kathrin Müller. Mit ihrer Idee, Sitzgelegenheiten um die Kirche zu schaffen, konnten sie bei der Abstimmung zum Bürgerhaushalt 2025 genügend Stimmen für ihr Projekt gewinnen. In ihrer Projektbeschreibung schrieb das Ehepaar damals: „In und um die Quitzower Kirche werden regelmäßig Veranstaltungen abgehalten. Dabei wurde festgestellt, wie schön es ist, sich unter den schattenspendenden Bäumen aufzuhalten. Bisher gibt es dort jedoch keine Sitzgelegenheiten. Daher ist die Idee entstanden, zwei Baumbänke um die Eichen und weitere mobile Sitzgelegenheiten mit Tischen anzuschaffen. So können noch häufiger gemeinsame Feste oder Open-Air-Veranstaltungen in einem wunderschönen Ambiente durchgeführt werden. Zudem führt an der Kirche in Quitzow ein Radwanderweg vorbei. Mit der Aufstellung von Baumbänken wird es für vorbeikommende Radler und Wanderer noch attraktiver, dort eine Pause einzulegen und die Natur und Ruhe zu genießen.“
Am vergangenen Sonnabend konnte im Beisein von Bürgermeister Axel Schmidt die Realisierung vorgestellt werden. Von dem zur Verfügung stehenden Budget von 5.000 Euro wurden zwei Baumbänke aus Teakholz, zwölf Bierzeltgarnituren, Stapelstühle sowie ein Zweierset Stehtüche gekauft. Ebenfalls mit diesen Mitteln finanziert wurden das Material zur Einfassung der Sitzgelegenheiten sowie Teak-Öl zur Pflege der Bänke. Insgesamt wurden 4.996,67 Euro ausgegeben.
Einmal mehr augezahlt habe sich bei der Ralisierung der Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft. Ingo Müller, der selbst Maurer ist, hat an der Einfassung gearbeitet. Unterstützt wurde er dabei von mehreren Dorfbewohnern. „Ohne Ingo Müller hätten wir das doch nie so schön hinbekommen“, sagt Klaus Voigt vom Dorfverein Quitzow. Die Agrargenossenschaft hat mit einem Radlader notwendige Technik zur Verfügung gestellt.
Für die Projekteinreicher war es nicht die erste erfolgreiche Umsetzung im Umfeld der Kirche aus dem Bürgerhaushalt. Vor drei Jahren hatten Ingo und Anne-Kathrin Müller bereits eine Toilette über den Bürgerhaushalt beantragt. Mit der Neugestaltung des Außengländes hat sich die Aufenthaltsqualität nun weiter verbessert, freuen sich die Quitzower. Rund 60 Einwohner sind gekommen, um mit dem Bürgermeister und Pfarrerin Verena Mittermaier den Platz offiziell einzuweihen.
Es gibt Kaffee und Kuchen. Mit einem Glas Sekt wird auf diesen Erfolg angestoßen.
Profitieren von der Neugestaltung werden nicht nur die Quitzower, sondern auch die Mitglieder der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde, die hier ihre Gottesdienste abhält. Bürgermeister Axel Schmidt und Ortsvorsteher Armin Schwarz freuen, sich über das realisierte Projekt. Es ist ein gelebtes Miteinander, was einmal mehr zu einem positiven Ergebnis geführt habe, sind sich die beiden Kommunalpolitiker einig. Die Rumänen sind inzwischen nicht nur bei den Gottesdiensten im Ort präsent, sie gestalten die Dorffeste mit, wie beispielsweise die 725-Jahr-Feier im vergangenen Jahr oder die Adventsfeier. „Auch packen sie mit an, wenn Hilfe benötigt wird“, so Armin Schwarz.
Für die musikalische Unterhaltung war an diesem Nachmittag ebenso gesorgt: „The lost village“ aus Laaslich spielte zur Unterhaltung auf.
Einwohner und Dorfverein sind sich einig, dass es noch einige Dinge gibt, um Quitzow weiter herauszuputzen. Und für den nächsten Bürgerhaushalt gibt es auch schon wieder eine Idee.
Bürgerhaushalt 2026 vor der Abstimmung
Über die 14 eingereichten Projekte des Bürgerhaushaltes 2026 kann in diesem Jahr an zwei Terminen In Präsenz abgestimmt werden. Zunächst im Rahmen des Prignitzer Lichterfestes/Shopping im Lichterglanz am 29. November. Von 17 bis 21 Uhr kann im StadtLabor, Bäckerstraße 37 abgestimmt werden. Wer am Vorabend des 1. Advents nicht in der Stadt unterwegs ist, der kann am 2. Dezember von 8 bis 17:30 Uhr im Verwaltungsgebäude, Karl-Liebknecht-Straße 33 abstimmen.
Die Online-Abstimmung findet vom 6. Bis 21. Dezember statt. Dazu ist eine vorherige Anmeldung in der Zeit vom 19. November bis zum 3. Dezember notwendig.
Bild zur Meldung: Foto: Ina Voigt | Bürgermeister Axel Schmidt (3.v.r.), Pfarrerin Verena Mittermaier (2.v.r.) und Ortsvorsteher Armin Schwarz (2.v.l.) bei der Vorstellung der neuen Rundbänke.