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Gerd Wudke hat ein Faible für Handy und Internet – Bürgermeister Axel Schmidt gratuliert zum 95. Geburtstag
Perleberg, den 01.09.2025
Gerd Wudke ist das, was man einen Urperleberger nennt. Er ist am 28. August 1930 in der Rolandstadt geboren, feierte am Donnerstag seinen 95. Geburtstag. „Schon meine Eltern waren Perleberger“, erzählt er. Am Nachmittag ist Bürgermeister Axel Schmidt gekommen, um dem Jubilar zu seinem Geburtstag zu gratulieren.
Doch bevor das Stadtoberhaupt etwas aus dem 95-jährigen Leben Gerd Wudkes erfährt, möchte dieser wissen, wie die Vorbereitungen zum BRANDENBURG-TAG laufen. Er freut sich sehr, dass das Landesfest in der Rolandstadt stattfindet, freut sich auch, dass inzwischen das Baugerüst am Großen Markt 10 abgebaut wurde. Gerd Wudke ist wissbegierig. Kein Wunder, denn seinen Tag beginnt er nach dem Frühstück mit dem Lesen der Zeitung.
Der 95-Jährige besuchte die Hans-Beimler-Schule in Perleberg. „Am 1. April 1945 habe ich beim Landkreis Perleberg meine Lehre als Verwaltungsfachangestellter begonnen“, berichtet er. Nach dem erfolgreichen Abschluss blieb er zunächst beim Kreis. Damals in den Nachkriegsjahren hatte er viel mit den Geflüchteten und Vertriebenen zu tun, die in der Mädchenschule in der Wilsnacker Straße untergebracht waren und später auf die Dörfer verteilt wurden.
Seine Frau Ursula hat er auch bei der Arbeit kennengelernt. „Sie war damals noch bei der FDJ-Kreisleitung. Von dort habe ich sie in den Kreis geholt, wo sie bei den Landräten als Stenotypistin gearbeitet hat. 1954 heiraten beide. Vier Jahre später wechselte er zur Kreisstelle für Statistik, deren Leiter er bis 1990 war. Dann ging er in den Vorruhestand. „Und heute bin ich Rentner“, sagt er lachend. Dennoch hält er bis heute den Kontakt zu seinen ehemaligen Kolleginnen. „Jetzt habe ich sie am 4. September eingeladen. Anlass dieses Mal ist natürlich mein Geburtstag“, so das Geburtstagskind schmunzelnd.
Ursula und Gerd Wudke hatten fünf Kinder, drei Töchter und zwei Söhne. Eine Tochter ist bereits verstorben. Seine Frau starb 2015. Seit dieser Zeit lebte er allein im eigenen Haus auf dem eigenen Grundstück. Ein Unfall zwang ihn jedoch vor einem halben Jahr zum Umzug in eine Wohnung, in der er jetzt lebt. Durch seine Pflegestufe bekommt er etwas Unterstützung beim Saubermachen, ansonsten kümmert er sich noch selbst um sich. „Und am Wochenende sind wir Kinder da“, sagt einer der Söhne. Denn auch sie wohnen in der Rolandstadt bzw. in Seddin, sind so schnell beim Vater, um nach dem Rechten zu sehen. Bis vor einem halben Jahr sei er auch noch Auto gefahren.
Trotz des hohen Alters geht Gerd Wudke mit der Technik mit, ist auf seinem Handy und im Internet unterwegs. Seine Bankgeschäfte erledigt der 95-Jährige online auf seinem Tablet. Selbst in der Reha-Zeit, als er in der Tagespflege war. „Da hat er im Schwesternzimmer zwischen den Krankenschwestern mit seinem Tablet gesessen und seine Bankgeschäfte abgewickelt“, erzählen die Kinder. Denn nur dort habe er Internet-Anschluss gehabt.
Nach der kleinen Runde am Donnerstag, bei der unter anderem die vier Kinder dabei waren, wurde am Freitag im Hotel Stadt Magdeburg groß gefeiert. Denn da reichte die Wohnung nicht mehr aus, sind doch dazu auch die 13 Enkel und zehn Urenkel gekommen, die inzwischen zur Familie von Gerd Wudke gehören.
Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Gerd Wudke (sitzend) mit seinen vier Kindern und Bürgermeister Axel Schmidt (links).