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Perlebergerin Emma Klan bekommt Förderpreis für Nachwuchs der Lotte Lehmann Woche
Perleberg, den 04.08.2025
Die 28. Lotte Lehmann Woche ist am Sonnabend mit dem Abschlusskonzert und der Vergabe der Förderpreise der Rolandstadt Perleberg und der Sparkasse Prignitz zu Ende gegangen.
Mit der 15-jährigen Emma Klan erhielt eine Perlebergerin bei ihrer ersten Teilnahme den Förderpreis für Nachwuchs der Sparkasse Prignitz. Glückwünsche gab es von Bürgermeister Axel Schmidt und von Axel Peters, Abteilungsleiter der Sparkasse Prignitz. Zum Förderpreis für Nachwuchs der Rolandstadt Perleberg konnte letzterer seiner elfjährigen Tochter Luna gratulieren. Die Förderpreise für Fortgeschrittene der Rolandstadt Perleberg gingen an Elvira Anselm und Lea Weinmann.
Alle vier Preisträgerinnen überzeugen am Sonnabendabend in der Sankt-Jacobi-Kirche die Zuschauer, die sehr zahlreich gekommen sind. So überzeugt Emma Klan zunächst mit der Cavatine der Barbarina „L’ho perduta“ (Ich habe sie verloren) aus der Mozart-Oper „Die Hochzeit des Figaro“. Später wechselt sie zum Musical, singt den Titel „Tomorrow“ aus dem Musical „Annie“ von Charles Strouse. Mit dieser wunderbaren Stimme müsse sie Sängerin werden, meint der künstlerische Leiter der Lotte-Lehmann-Woche Angelo Raciti bei der Preisvergabe. Die Gedanken Steuerberaterin oder Juristin zu werden, solle sie doch lieber beenden.
Luna Peters aus Haldensleben ist zur Lotte Lehmann Woche gekommen, um an ihrem Stimmvolumen zu arbeiten. Sie wolle einen Raum wie die Kirche ausfüllen, habe sie zu Beginn der Woche in Perleberg gesagt. Dass es ihr gelungen ist, hat sie mit Lea-Marie Eckerts Titel „Elefant“ unter Beweis stellen können.
Elvira Anselm ist einst durch ihre jüngere Schwester zur Lotte Lehmann Woche gekommen, berichtet sie. Sie bekennt sich als Wiederholungstäterin, ist seit vielen Jahren dabei. Sie begeistert Dozenten und Publikum immer wieder mit ihrem Repertoire. Als gebürtige Kasachin, die heute in Lörrach lebt und in der Schweiz als Krankenschwester arbeitet, präsentiert Elvira Anselm in der Rolandstadt immer wieder russische Komponisten. In diesem Jahr ist es Alexander Dargomyzhsky. Von ihm singt sie „Ich liebe ihn noch immer“ in russischer Sprache.
Zur Freude Angelo Racitis beginnt die vierte Preisträgerin ein Gesangsstudium. Lea Weinmann besucht ab Oktober die Musikhochschule in Köln. Das Perleberger Publikum begeisterte sie mit “Les berceaux“ von Gabriel Fauré. Elvira Anselm und Lea Weinmann waren dann auch im szenischen Teil des Abschlusskonzertes zu erleben. Dieser stand unter dem Titel „Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende!“ und wurde von Florian Hackspiel inszeniert.
Den Teilnehmern der Lotte Lehmann Woche ist es einmal mehr gelungen, die Vielfalt der Musik aufzuzeigen. Allein der traditionelle Auftakt mit dem Chor der Lotte Lehmann Woche führte die Konzertbesucher durch 500 Jahre Musikgeschichte, so Angelo Raciti bei seiner Begrüßung. Dabei weist er auf den Mut hin, den die Sängerinnen und Sänger haben, sich hier diesem großen Publikum zu stellen.
Seit dem Jahr 2000 Ist Scott Curry als Dozent und Pianist bei der Lotte-Lehmann-Woche dabei. Dafür gab’s während des Konzertes einen großen Dank, verbunden mit einem Geschenk, vom Förderkreis und den Teilnehmern.
Tradition seit dem Corona-Jahr 2020 hat bei den Abschlusskonzerten der Flashmob mit dem Chor vor dem Rathaus. Gemeinsam mit dem Publikum wurden Kanons gesungen. Dabei gab es gleich zwei Uraufführungen zum Gedenken an Lotte Lehmann. Den ersten schrieb und textete Peter Huth von der Komischen Oper, widmete ihn Angelo Raciti und Dozenten Scott Curry. Und so hallt es schließlich über den Markt: „Lotte Lehmann, Opernsängerin, ward geboren in Perleberg. Lotte Lehmann stammt aus Perleberg.“
Belana Engler, Teilnehmerin der Lotte Lehmann Woche, schrieb und textete „Lotte Lehmann return to Perleberg“. Lotte Lehmann habe Perleberg mit 14 Jahren verlassen, ist nie zurückgekehrt, so Scott Curry. „Aber das hätte ihr sicher gefallen.“
Dank zahlreicher Unterstützer ist es dem Förderkreis der Lotte-Lehmann-Woche gelungen, diesen 28. Sommerkurs durchführen zu können. Und dass das Abschlusskonzert eine feste Größe im Kultursommer der Prignitz ist, beweisen die zahlreichen Besucher, darunter auch Landrat Christian Müller. Bürgermeister Axel Schmidt und Angelo Raciti danken allen, die die Lotte Lehmann Woche seit vielen Jahren unterstützen. Beide verweisen an diesem Tag immer wieder auf den BRANDENBURG-TAG, bei dem sich dann die Lotte Lehmann Akademie mit ihrem diesjährigen Abschlusskonzert präsentiert. Und so gibt es am Sonnabend erstmals Szenen und Musik aus Kurt Weills Broadway-Oper „Street Scene“ zu sehen und zu hören, zu deren Aufführung am 12. September alle herzlich eingeladen sind.
Die 29. Lotte-Lehmann-Woche findet vom 17. bis 25. Juli 2026 statt.
Bild zur Meldung: Foto: Rolandstadt Perleberg/Renè Hill | Die vier Preisträgerinnen Luna Peters, Emma Klan, Elvira Anselm und Lea Weinmann (v.l.n.r.).